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EINE STRAßE MIT GESCHICHTE

Die Comte-Straße wird schon in Dokumenten des 15. Jahrhunderts erwähnt. In dieser Straße hatte die Familie des Architekten Monravà ihre Residenz (Hausnummer 9). Ein weiterer Architekt, Pau Montguió, wurde in dem Haus geboren, dessen Eingang am Pallol-Platz (Hausnummer 2 und 4) ist. Josep Maria Jujol, Gaudís Lehrling und auch selbst bedeutender Architekt, heiratete die Tochter der Familie Gibert, die in Ca l’Abadessa (Hausnummer 11 und 11 bis) wohnte. Im 15. Jahrhundert bewohnte Pere Joan, der Bildhauer vom gotischen Retabel des Hauptaltars in der Kathedrale von Tarragona, das Haus Nummer 28.

DIE RISSE

Am 3. Februar 2005 mussten 35 Nachbarn von der Comte-Straße und dem Pallol-Platz ihre Häuser verlassen, denn in ihren Häusern waren Risse aufgrund einer Bewegung im Erdreich aufgetreten, die durch die Filtrierung von Fäkalwasser verursacht wurden. Einige Nachbarn kamen zwei Monate später zurück nach Hause, andere konnten erst sechs Monate später zurückkehren. Die Nachbarn schlossen sich dann in einer Vereinigung von Betroffenen zusammen, um Schadensersatzforderungen zu stellen und eine Entschädigung zu bekommen.

PILONS’ STREET

Nachdem das Problem mit den Rissen nach langen Verhandlungen mit dem Gemeinderat gelöst worden war, kam die Normalität in die Straße zurück. Viele Nachbarn parkten dann dort, was das Vorbeifahren der Rettungsdienstfahrzeuge unmöglich machte. Ein Brand in einem der Häuser machte deutlich, dass ein Verbot dort zu parken nötig war. Der Gemeinderat beschloss infolgedessen, Poller aufzustellen. 

Die Nachbarn fanden einerseits die Zahl der Poller übertrieben. Andererseits dachten sie, dass die Originalfarbe, grau, sehr traurig war. In diesem Moment überlegten sich die Nachbarn, die Poller zu bemalen und die Straße auf den Namen Pilons’ Street umzutaufen.

SANKT AGAPITO BIS

Die Nachbarn, die seit dem Ereignis der Risse sehr zusammenhielten, organisierten ein Fest, um das Ende dieser Episode zu feiern, die ihnen so viel Kummer gemacht hatte. In diesem Zusammenhang dachten sie sich einen neuen Schutzheiligen für ihre Straße aus: Sankt Agapito Bis (2006). Seine Festlichkeiten finden seitdem am ersten Julisamstag statt. Der Hauptfestakt ist die Internationale Pilons-Parade.

DIE INTERNATIONALE PILONS-PARADE

Jährlich wird dieser Festakt gefeiert, bei dem Nachbarn, Künstler und Bürger allgemein einen Poller bemalen, den die Organisation austeilt. Neulich wurde der Gastpoller aufgestellt. Das ist ein Poller, den ein städtischer Gemeindeverband bemalt, der ein besonderes Jubiläum feiert.

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